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Schutz von Gesundheitsdaten – Aktuelle Probleme und wohin geht die Reise

Veröffentlicht am 08.09.2018

Thilo Weichert beleuchtet in einem aktuellen Beitrag „Gesundheitsdatenschutz in vernetzten Zeiten“ die rasante Digitalisierung im Gesundheitsbereich und gibt einen lesenswerten Überblick zu derzeit beachtenswerten Aspekten beim Umgang mit Gesundheitsdaten.

 

Daten-Haftung in der digitalisierten Medizin

Er deutet anfänglich zwischen den Zeilen die Haftungsgefahr nach Art. 82 DSGVO an. Art. 82 DSGVO sieht Schadensersatz bei einem Verstoß gegen Vorschriften der DSGVO vor. Solche Verletzungen im Arzt-Patienten-Verhältnis sind beispielhaft denkbar, wenn es zum Einsatz von Wearables (mit Sensoren ausgerüstete Geräte) kommt und Maßnahmen, um Datenmanipulationen zu verhindern, nicht getroffen wurden.

 

Datenschutzprinzipien in der Arztpraxis

Was u.a. die erforderlichen Maßnahmen für die Verhinderung von Datenmanipulationen sind, stellt Weichert anhand der von der DSGVO vorgestellten Datenschutzprinzipien dar. Nach einer kurzen Einführung in die Grundsätze von Art. 5 DSGVO (z.B. Grundsatz der Datenminimierung; Grundsatz der Zweckbindung; Grundsatz der Transparenz) gibt er ausgewählte Beispiele für technische Umsetzungen und durch Prozessregeln (wie z.B. die Schulung von Mitarbeitern in Arztpraxen) stellt er dar.

 

Aktuelle Baustellen im Datenschutzrecht

Weichert lenkt das Auge auf das Problemfeld, inwieweit das Gesetz über das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik im Sektor der Gesundheit anwendbar ist.

Im Rahmen der Komplexität des Datenschutzrechts verweist er auf den bekannten Missstand, dass zahlreiche Normen aus dem Datenschutzrecht und aus dem Medizinbereich (Bundesrecht oder Landesrecht) ein Nebeneinander fristen würden.

 

Der Aufsatz weist vom Text her gute Lesbarkeit auf. Wenig erfreulich für den Leser ist, dass bei der Strukturierung des Aufsatzes vollständig auf eine Nummerierung oder alphabetische Gliederung verzichtet wurde.

 

<BuGBl. 2018, S. 285 ff.>