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Die Einwilligung in Big data - Unüberwindbare Vorgaben derDatenschutz-Grundverordnung?

Veröffentlicht am 04.09.2018

Was sind Big Data Anwendungen und Biobanken, wie kann man in Übereinstimmung mit dem Datenschutzrecht eine Einwilligung von betroffenen Personen zur Datenverwendung einholen?

In dem Aufsatz von Prof. Augsberg der Universität Gießen und Ulmenstein befassen sich diese mit der Problematik der Vereinbarkeit von Big Data Anwendungen und den datenschutzrechtlichen Vorgaben.

 

Big Data und das Problem der Einwilligung

Big data Anwendungen (z.B. in der Medizin) zeichnen sich gerade dadurch aus, dass große Datenbestände zusammengetragen werden und häufig im Vorfeld noch gar nicht bekannt ist, wofür diese einmal genutzt werden.

Dies ist problematisch, weil die Einwilligung nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gerade voraussetzt, dass eine betroffene Person im Vorfeld über den Anwendungsfall informiert wird (Art. 4 Nr. 11 DSGVO). Die Autoren des Aufsatzes weisen darauf hin, dass der Verordnungsgeber der DSGVO diese Problematik durchaus gesehen und eine Privilegierung der Wissenschaft durchaus im Auge gehabt hat.

 

Lösungsmodelle aus dem Gesundheitsbereich

Die Autoren unterbreiten für das Datenschutzrecht bzw. dessen Weiter-Entwicklung unterschiedliche Lösungsmodelle in Anlehnung an die Einwilligung im Gesundheitsrecht, mittels derer der Konflikt zwischen der Datenschutz-Grundverordnung und Big Data Anwendungen, die eine erhebliche Relevanz für die Wissenschaft hat, aufgelöst wird.

 

 

Steffen Augsberg/Ulrich von Ulmenstein, Modifizierte Einwilligungserfordernis: Kann das Datenschutz vom Gesundheitsrecht lernen, GesR 6/2018

Schlagworte: Big data; Einwilligung; Art. 4 DSGVO; Art. 7 DSGVO; Informiertheit; bestimmter Fall; Medizin; Biobanken